Noch mehr Facebook

Dass dieses Sozial-Netzwerk soviel Beachtung, auch meinerseits, erfährt, hätte ich nicht gedacht. Aber angesichts von 700.000 neuen Patienten täglich, eigentlich auch ganz normal.
Dass die Macher hinter den blauweissen Seiten den Bedürfnissen ihrer Kunden recht wenig Beachtung schenken, verwundert doch schon ein wenig. In diesem Beitrag hatte ich noch über das sehr breite Interesse der Facebook-Patientenschaft an einem Dislike-Button geschrieben.
Heute lese ich im Spiegel online eine sehr detaillierte Anleitung zum Abdichten des eigenen Profils.

Facebook hat aber auch recht praktische Seiten. So reibe ich z.B. meinen Freunden und Friends dort tagtäglich die Inhalte dieses meines Blogs unter die Nase, indem ich es über eine einfache Funktion in mein Profil importiere, ob sie wollen, oder nicht. Andererseits werde ich dort Permanent mit Instant-Orakeln, die sich da Glücksnuss, Wahrsagekugel oder gar Befrage das Brot nennen, torpediert. Andere Freunde und Friends posten ständig die Zwischenstände ihrer Spielchen, die sie via Facebook spielen. So heisst es dann gerne mal: „X hat auf seiner Farm in Farmville ein schwarzes Schaf gefunden. Möchtest du es adoptieren?“ Nein!! oder „Y braucht deine Hilfe in Mafia Wars!“. Na und!?!

Es sei jedem unbenommen, seine Facebook-Zeit mit Spielchen zu verbringen. Mache ich auch, poste ich aber nicht! Wie gesagt, ich reibe Freunden und Friends mein Blog unter die Nase und Zeugs, das ich für informativ und/oder unterhaltsam halte. Ich lese auch andere Blogs wie Spreeblick und Netzpolitik.org auf Facebook. Die Importfunktion in der Abteilung Notizen macht’s möglich! Und da liegt auch schon der Haken. Irgendwie unterliegt diese Importfunktion einer Kontrollinstanz, die ungefähr so effektiv zu arbeiten scheint wie ein Dorfpostamt im Emsland der Fünfziger. Da musste Postmeister Soundso zwischen durch auch mal Berte melken, ein Kalb zur Welt bringen oder mit der Freiwilligen Feuerwehr ausrücken. Die Post blieb derweil liegen.

Ich habe heute morgen um 5.30 Uhr einen Beitrag auf meinem Blog veröffentlicht. Jetzt ist es 11.40 Uhr und bei Facebook erscheint nichts. Von Spreeblick erschienen vor einer Stunde achtzehn Beiträge auf einmal, die von heute, von gestern und sogar von vorgestern. Von Netzpolitik.org hab ich schon lange nichts mehr gesehen obwohl dort täglich mindestens drei Beiträge erscheinen…

Was lernte ich daraus? Ich werde Spreeblick und Netzpolitik.org von nun an nur noch im Newsreader lesen und mich bei Facebook weiterhin mit schwarzen Schafen, Glücksnüssen und virtuellen Mafiosi bewerfen lassen.

(Oel in die Flammen direkt)

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