„Kurzurlaub“ in Dortmund – Krautrocker, Bier und das Bongomon

Diese DAB-Trinkerei hatte mir gestern einen Mords-Kater beschert. Da ich jedoch gerne eine zweite Chance gebe, habe ich mir zum wiederholten Mal diesen fantastischen Linseneintopf und dazu ein DAB bestellt, dieses Mal in der Flasche. Eigentlich war ich noch viel zu hung over, um einen langen Abend am Brett zu verbringen, doch dann kam alles ganz anders. Ich hatte einen Bekannten vom Vorabend wieder getroffen, der mich zu seinen Leuten an den Tisch schleppte. Da die Leutchen am Tisch mir gegenüber sehr nett und aufgeschlossen waren, war der Kater schnell vergessen und wir blieben bis zum Schluss.

Eigentlich hätte ich nur schnell hinter der Theke ins Treppenhaus und ins Bett huschen können, doch Alex, unter anderem Gitarrist der Krautrock-Formation Frankensteins Ballet, schlug vor, noch auf ein paar Getränke und etwas Musik zu ihm zu gehen. Kurzerhand pfiff ich auf den kurzen Weg ins Bett und stürzte mich ins Abenteuer Big-Night-Out-Abfuck mit eigentlich Unbekannten. An der Tanke wurde Bier besorgt, aus der Hausbar wurden Brandy und Slivowic geholt. Wir nahmen Platz in einer Mischung aus Wohnzimmer, Schlafzimmer und Proberaum. Wir waren umringt von Schlagzeug, Verstärkern (Orange, Pignose) und einer Unmenge an Saiteninstrumenten inklusive einer Sitar und einer 71er Stratocaster. Klar, dass die Musik hier nicht von der Platte kam. Toto, die sich auch NIA nennt, eine Singer-Songwriterin aus Witten hatte flugs eine Western-Gitarre zur Hand und spielte ihre Songs. Eigentlich kaum meine Musik, wenn das jedoch direkt neben mir live passiert und nach und nach die anderen anwesenden Musiker mit handgespieltem Schlagzeug (wegen der Nachbarn), Gitarren, zweiter Stimme und diesem zigarrenkastenartigen Kimperdingens mit einsteigen, ist das schon sehr beeindruckend! Und wenn dann noch der sympathische  Migrationshintergrund, dessen Namen ich leider vergessen habe, ständig ellenlange Witze mit den Worten „Ich mach’s diesmal kurz!“ beginnt, um dann mit schöner Regelmäßigkeit die Pointe zu verballern, ist eine kurzweilige Nacht garantiert. Ganz nebenbei entdeckten wir das Bongomon. Eine Mischung aus dem angetrunkenen Percussionisten Thomas und einer japanischen Spielfigur:

So verging denn der Rest der Nacht mit viel Live-Musik, langen Witzen, netten Plaudereien und jeder Menge Bier. Dass ich den 400 m langen Weg mit einmal abbiegen ohne mich zu verlaufen geschafft habe, erfüllt mich noch jetzt mit Stolz.

Zum Dessert wird’s psychedelisch mit Frankensteins Ballet:

(Direktfrankenstein)

Advertisements
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: