Officer Bubbles und andere schwachsinnige Ordnungshüter

Ich weiss ja nicht, verehrte Leserschaft, ob ihr von Officer Bubbles gehört habt… Dieser hat, während der G20-Proteste in Toronto eine junge Frau verhaftet, weil sie ihn mit Seifenblasen attakiert hat. MIT SEIFENBLASEN ATTAKIERT!!! Ich habe keine Ahnung, wie es um den technischen Fortschritt in Toronto bestellt ist, vermute jedoch, dass Officer Bubbles, ob der Globalisierung, Kameras und Videoportale durchaus kennt…

Seht selbst:

Das Video geistert nun durch die gesamte Netzwelt, wird wild persifliert und nun gibt es sogar einen Officer-Bubbles-YouTube-Kanal. All das ist Officer Bubbles nun zu viel geworden. Er fühlt sich zu einem nicht mehr zu tolerierenden, belästigenden Ausmaß verspottet und klagt auf die Herausgabe des Namens des YouTube-Users. Damit nicht genug: Für derartige Diffamierungen will er nun auch noch 1,25 Millionen Dollar von YouTube haben. Officer Bubbles reagiert mal wieder über.

Anderen polizeilichen Schwachsinn durfte ich kürzlich in der Nähe meiner Haustür beobachten. Ich wohne an einer Kopfsteinpflasterstraße im hübschen Neukölln. 30 km/h sind hier angesagt und die wenigsten halten sich daran. Da die vierspurige Straße ein paar Meter weiter, gerne von Zweitereiheparkarschgeigen ihres eigentlichen Sinns, dem zügigen Vorwärtskommen, beraubt wird, wird meine Straße gerne als Umgehung benutzt. Als ich meine Kemenate zum Einholen verliess wurde ich zweier Polizeibeamter ansichtig. Der eine saß im Einsatzfahrzeug, sein Kollege stand an der Straße. „Fein!“ dachte ich. „Endlich wird auch mal im Problemkiez geblitzt!“ Pustekuchen! Während also der Beamte 1 im Einsatzfahrzeug einer nicht sichtbaren Tätigkeit nach ging, stand der Beamte 2 allen Ernstes an der Straße und wies die vorbei bretternden, geistig, wie physisch Tiefergelegten mit freundlichen Handbewegungen darauf hin, dass man hier doch bitte langsam fahren möge. Die Gesichter der Atofahrer hättet Ihr sehen sollen. Erst verdutzt, dann sichtlich erheitert, dann entschlossen blicken und kräftig auf’s Gaspedal treten.

Ich war weder entschlossen noch erheitert, sondern nur verdutzt. Da stehen die herum, kosten eine Stange Geld und werden ausgelacht! Nun gut. Das kann passieren. Vielleicht war gerade kein Blitzgerät zur Hand, die Beamten durften sich aus disziplinarischen Gründen zum Horst machen, oder was weiss ich… Gebracht hat diese Aktion jedoch exakt nichts. Kopfschüttelnd ging ich meiner Wege.

Richtig ärgerlich wurde dieser Mist zwei Tage später. Wie erwähnt, ist meine Straße mit Kopfsteinen bepflastert. Mit dem Rad ist sie nahezu unbefahrbar. Die Bürgersteige sind jedoch sehr breit und wenn der Radfahrer sich zu benehmen weiss, kommt man auch keinem Fußgänger in die Quere. Ich fahre ein recht altes Schmuckstück. Ein Hollandrad. Würde ich mit dem täglich 200 Meter auf meiner Straße fahren, müsste ich alle zwei Wochen sämtliche Schrauben nachziehen, ansonsten würde mir mein Prachtstück baldigst unter dem Hintern zusammen brechen. So fahre ich denn in sehr gemäßigter Geschwindigkeit über den Gehweg und, um es mit Dendemann zu sagen: „Jeder bewegt sich, keiner wird verletzt.“

Grund meines Ärgers war eine ordnungshüterische Viererkette quer über den Gehweg: Ordnungsamtsdame – Polizist – Ordnungsamtsdame – Polizist. Diese schmissen sich quasi vor alles, was da Rad fuhr und kassierten gnadenlos im Dreiminutentakt ab.

So, liebe Ordnungsmächte, macht ihr einem umweltfreundliches Radfahren und friedliches Demonstrieren so richtig attraktiv! Der Fahrer des Sprit saufenden SUV (Ein Musthave, so man über ein Erbsenhirn und jämmerlich kleine, primäre Geschlechtsmerkmale verfügt!) wird freundlich ermahnt, das radelnde Volk darf blechen!

Mich wundert’s nicht, dass man solchen Pfeifen gerne mal eine leere Plastikflasche an den Helm werfen möchte!

(zum Teil via, Bubbles direkt)

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