Lass mich dein Barracuda der Liebe sein: Les Hommes Sauvages

Ich bin kein Musikjournalist! Ich habe mich zwar mal am Rande als solcher versucht, unterlag jedoch purem Zwang (Geld!). Eigentlich ist mir sogar Musikjournalismus zuwider. Er versaut mir nur meinen ausgewählt guten Musikgeschmack!

Wenn ich jedoch seit mehreren Jahren eine Band verfolge, sie hervorragend finde, aber gleichzeitig mit ansehen muss, dass eben diese Band von der etablierten Musikjournaille weitgehend ignoriert wird, platzt mir, mit Verlaub, der Arsch! Kristof Hahn, der mit der liebreizenden Viola Limpet den Kopf dieser Band bildet ist auch bei Weitem kein unbekannter: Seit mittlerweile zwanzig Jahren ist der Mann Gitarrist der stilbildenden No-Wave-Band Swans und tourt derzeit mit ihnen um die Welt. Er hat lange mit Alex Chilton (u. A. Box Tops, Produzent der Cramps) in der Band Koolkings gespielt. Mit Chris Spedding oder Bela B. macht er noch immer hier und da herum, und sogar Iggy Pop schüttelte ihm dereinst im CBGBs mit den Worten die Hand „That was the hell of guitar playing, man!“.
Auch in seiner Band Les Hommes Sauvages rotieren musikalische Größen und Untergrundgrößen: Thomas Wydler (Nick Cave and The Bad Seeds), Gary Schmalzl (Bela B., Jingo de Lunch), Stephan Schulz (dienstältester Mod Berlins, The What… For?), Mike Strauss (Richard Ruin, DisKoKrieg) und natürlich Viola Limpet (The Tumbling Hearts) um nur ein paar zu nennen die um diese Band rotieren.

Mittlerweile befinden sich drei Alben der wilden Menschen in meinem Regal: Playtime, Trafic und Vive la Trance. Allesamt grossartige Scheiben aus der Welt des Rock’n’Roll Noir, Musik für Erwachsene und Liebhaber anspruchsvoller, bisweilen ruhiger Rockmusik. Musik, die klingt, als würden sich Serge Gainsbourg und Chris Isaac in einem verrauchten Loch zum Rocken treffen.

Les Hommes Sauvage haben gerade eine Mini-Tour durch Österreich hinter sich, und endlich gibt es auch mal anständiges Videomaterial zu bewundern. So lehnt euch denn, liebe Leser, zurück, zündet euch eine Gitanes an, schenkt euch ein hochprozentiges Genießerschlückchen ein, und seht euch diesen schönen, kleinen Mittschnitt an:

Eigentlich müsste ich diesen Beitrag nun mit gefühlten zwanzig Links versehen, was ich auch bestimmt noch nachholen werde… im Moment warten aber noch andere Dinge darauf bearbeitet zu werden. Dem geneigten Lauscher schlägt YouTube eh noch ein paar Videos vor, und auf der Bandhomepage warten weitere Infos und ein paar kostenfreie Downloads.

(Les Hommes Sauvages, Barracuda direkt)

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