Klöten kauen??? – Komm mal klar!!! oder Männer! Nehmt euch in Acht vor Fiona Erdmann!

Höchst unwahrscheinlich, aber… wenn jemals jemand von euch, meiner kleinenfeinen Leserschaft, die ich sträflich vernachlässigt habe, mitbekommt, dass ich mit einem heuschreckenartigen Möchtegernmodel, bekannt aus diversen fragwürdigen TV-Formaten, von denen mich eines durchaus zu amüsieren vermag, eine Bar, einen Club, oder sonst einen Ort verlasse, den man traditionell leicht berauscht bis hackenstramm verlässt, bitte ich um Intervention bis zum Genickschuss. Dringend!

So wie dieses Model, in der gestrigen Ausgabe des, im Volksmund so gennannten „Dschungelcamps“, mit den  ihr servierten Geschlechtsteilen männlichen Getiers umsprang, wurde mir Angst und Bange um die primären Geschlechtsteile der Männer, die sich sexuell mit ihr einlassen sollten.

Zuerst wurde Kamelpenis serviert. Farblich erinnert so Wüstenschiffschwengel an ungekochte Pasta, von Form und Struktur eher an einen krummen Schachtelhalm von circa 30 Zentimeter Länge mit Vorhaut. Besagte Dame bekam die vorderen 5  Zentimeter (die Wüstenschiffschwengeleichel) zwecks Verkostung abgeschnitten. Nun machte sich besagte Dame daran, diese mit der Grobschlächtigkeit eines vierschrötigen KFZ-Mechanikers zu begutachten, der einer 60er-Jahre-Zündkerze noch ein paar Funken entlocken möchte. Da wurde befummelt, gequetscht, gezogen und gezerrt, zu guter Letzt wurde auch noch die perfekt rot lackierte Kralle durch die Harnröhre gerammt als wäre sie ein mittelalterliches Burgtor. Anschliessend hielt sie ihr Werk mit napoleonischem Siegesgrinsen in die Kamera. Meine Damen, bei einem solchen Anblick bekommt Mann spontane Phantomschmerzen in der Körpermitte und windet sich unter selbigen im ausgewählten TV-Fauteuil. Das kann Mann eigentlich nicht mit ansehen.

Später bekam diese Dame Schafshoden serviert. Der dort beschäftigte Scherge schlitzte zunächst, mittels scharfer Klinge, die zähe Haut vom Hoden, worauf Frau Erdmann mit Schmackes jenem Testikel das Innere nach außen pulte. Dann wurde wiederum gedrückt, gequetscht und gepult, dass es mich fast aus meinem Sessel haute. Schliesslich biss sie auch noch mit einer beängstigenden Entschlossenheit in das Ding, dass ich von phantomischer Pein gebeutelt, in die Küche stolperte, mir eine Dose eines furchtbar süssen Energiegetränkes aufriss, eine gefühlte halbe Flache Vodka dazu goss, und die berauschende, Linderung verheissende Brühe quasi auf Ex in mich hinein stürzte. Frau Erdmann hingegen, rotzte ihren halb zerkauten Hoden auf die Tischdecke. Kein Stern!

Das, liebe Leserschaft, muss jedoch nicht sein. Auch ich aß bereits Hoden. Wenn auch nur versehentlich. Und das kam so: anno 2011 fuhr ich mit meinem Freund und Kollegen Andi Arbeit von einem Job aus Prag zurück nach Berlin. Da der Tscheche nicht mit dem Euro rummacht, waren wir gezwungen gewesen, unser Geld in die ortsübliche Währung zu tauschen. Auf dem Rückweg hatten wir noch ein paar Scheinchen und Münzen in der Tasche und beschlossen, diese in der böhmischen Pampa zu verfressen. So steuerten wir also einen möglichst abseitigen Gasthof an, in dem die lokale Arbeiterschaft bereits beim Mittagsbier in der verrauchten Schankstube hockte. Die Speisekarte war nur auf Tschechisch, sodass ich beschloss, ein Gericht, entsprechend der Summe von Geldes in meiner Tasche zu bestellen, nicht ohne auf ein Bier und ein Verdauungsschnäpschen zu achten. Die fancy frisierte Kellnerin sprach natürlich weder Deutsch noch Englisch und servierte mein Essen wie geheissen. Rotkohl, Knödel, Pilze, dicke Sauce und mir unbekanntes Fleisch fand ich auf meinem Teller. Ich aß mit großem Appetit, konnte jedoch nicht erschmecken, welcher Art das Fleisch war… Egal! Nach unserer Mahlzeit kam die Kellnerin, sie hatte offenkundig während unserer Mahlzeit die Volkshochschule besucht, und fragte mich auf Englisch und mit äusserst süffisantem Grinsen, wie es mir denn geschmeckt habe. Ich antwortete „Sehr lecker! Was war es denn eigentlich?“. Ihr Grinsen verzog sich zu einer Grimasse boshafter Heiterkeit und sie antwortete mit einem Wort: „Stierhoden!“

Mein Geld reichte zum Glück noch für einen doppelten Schnaps!

(das verwendete Bild, ich glaube es stellt eine Klötensuppe dar, nahm ich mir ungefragt von einem Blog namens Schlemmertour. Ich hoffe, das geht so in Ordnung. Hab’s ja auch artig verlinkt. Ansonsten schick mir bitte eine kurze Mail, dann wird das Bild umgehend entfernt.)

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