Abends wird auf der CeBIT 2013 gefeiert!

Als ich neulich am hauptstädtischen Landwehrkanal fußläufig meinen Gedanken nachhing, zugegebenermaßen leicht unachtsam, die Straße diagonal kreuzen wollte, wurde ich jäh von einem pfeilschnellen Radfahrer in die winterliche, berliner Realität sowie auf den Gehweg zurück gebrüllt. Der Radfahrer fuhr eines dieser modernen Gefährte, das nur aus den zum Schnellfahren notwendigsten Teilen besteht, trug radfahrerliche Funktionskleidung inklusive einem dieser dämlichen Helme und sah auch sonst aus, wie ein komplettes Arschloch.
Hatten meine Gedanken bis eben noch Herzensangelegenheiten nachgehangen, fragte ich mich nun, was denn ein Radfahrer in Berlin plötzlich auf der Straße treibt. Fahren diese, bisweilen militanten, Kreaturen doch sonst gewohnheitsmäßig auf dem Gehweg und machen einem dort das Leben zur Hölle. Ich weiß, wovon ich spreche. Jeden verdammten Sommer, wenn ich vor meinem Wohnzimmer, der Manyo Bar, die Wärme mit ein paar gekühlten Getränken niederzuringen trachte, fahren die radelnden Saubeutel mir quasi im Minutentakt über die Füße, durch den Aschenbecher, oder direkt in’s Bier.

Ich schweife ab. Abschweifen ist eine von mir präferierte Schreibtechnik, um beispielsweise diese Blase heisser Luft, die ich im Augenblick in meine Tastatur hacke, wie einen vollständigen, im Idealfall runden Text erscheinen zu lassen. Ich befleissige mich gerade dieses Stilmittels, weil ich gerade absolut nichts zu sagen habe, mich jedoch meiner kleinenfeinen Leserschaft gegenüber schuldig fühle, ihnen mal wieder etwas unterhaltsamen Unsinn um die Ohren zu pusten, nachdem ich ewig nichts geschrieben habe und mein lieber Bekannter Jamil mich schon fragte, wann ich denn mal wieder eine Lesung in der von ihm geführten Schankstube halte. Lesung ohne frische Texte geht nicht! Also, lest das jetzt gefälligst! Ich bemühe mich auch redlich, hier und da mal amüsant zu formulieren. Versprochen!

Wo war ich? Ach, ja! Am Landwehrkanal. Bei dieser Horde Hunnen in Gestalt eines einzelnen Radfahrers. Dieser schlenkerte nach wenigen Metern natürlich auf den Gehweg, weil auf der selten behämmert gestalteten Straße gerade ein Autofahrer seine Penisvergrößerung in Form eines Achtzylinder-GMC-Busses in eine, vielleicht Fiat 500-taugliche, Parklücke zu quetschen versuchte, daran elend scheiterte und schlussendlich die Straße in vollständiger Breite blockierte. Die rasante Fahrt der radelnden Arschnase jedoch, wurde jäh durch einen Transporter mit dem Namen ‚Transit‘, der gerade den Parkplatz eines Discountsupermarktes verließ, gestoppt. Mit lautem Krachen schlug unsere Arschnase in den linken Kotflügel des Transportes ein und kam, hysterisch krakeelend, am Rechten Kotflügel zum Liegen. Ich dachte still bei mir „Ford, die tun was!“ und ging meiner Wege. Ich kam nicht sonderlich weit, die Klärung der Schuldfrage war noch deutlich zu hören, als ich in einen Haufen eingetütete Hundescheisse trat. Ja, in Neukölln und anderen Elendsvierteln Berlins liegt die Hundescheisse seit einiger Zeit in kleinen schwarzen Plastiktütchen herum. Da hat sich der Senat mal wieder was ganz feines ausgedacht: überall sieht man jetzt diese Hundescheissetütenspender herum hängen, welche von den Besitzern der anuseitrigen Vierbeiner auch fröhlich genutzt werden. Das sieht dann so aus: Fido kackt, wie er es gewohnt ist, mitten auf den Gehweg oder in die Baumscheibe (dieses Wort bei Bedarf bitte Gugeln!), Frauchen/Herrchen sammelt das Produkt mit angemessener Miene in die vom Senat bereit gestellte Tüte, verknotet diese ordnungsgemäß und lässt sie an Ort und Stelle wieder fallen. Vor ein, zwei Jahren lag hier noch alles voller Hundescheisse. Nun liegt hier alles voller konservierter Hundescheisse. Klug gelöst, Hundehalter! Wieder mal schön Geld aus dem Fenster geworfen, Senat! An dieser Stelle muss ich den Kabarettisten Volker Pispers zitieren: „Dem Steuerzahler ist es ja mittlerweile völlig egal, aus welchem Fenster sein Geld geworfen wird. Er ist ja schon froh, wenn das Fenster vorher geöffnet wird, damit er nicht auch noch den Glaser bezahlen muss!“

Am nächsten Tag durfte ich dieser, von mir gewählten, Vorhölle entfliehen um in beruflichen Dingen die richtige Hölle zu bereisen: Hannover! Hat jemals ein Mensch den Vergleich gehört „Schön wie Hannover“? Natürlich nicht! Schliesslich hat ja auch noch nie jemand den Vergleich „angenehm wie Hämorrhoiden“ geäussert. Aus Gründen, selbstverständlich!

In Hannover stand das alljährliche Treffen adipöser, weißhäutiger Kreaturen mit komischen Brillen, Fusselbärten und fettigen langen Haaren an, die nur ein mal im Jahr natürliches Licht sehen. Dieses Treffen ist meiner kleinenfeinen Leserschaft wohl besser als ‚CeBIT‘ bekannt. Die CeBIT, einst die Mutter aller Technologiemessen, mittlerweile, gefühlt, auf die Größe einer durchschnittlichen Heimtierschau geschrumpft und ungefähr so wichtig. Dort war ich fleißig wie ein Bienchen und leistete in acht Tagen mal locker eine dreistellige Summe an reinen Arbeitsstunden ab.

Am siebten Tage ruhte ich mitnichten, bekam jedoch aufgetischt, auch während der Messe, als so genannte Servicekraft, doch bitte vor Ort (das hieß dann circa 45 Kilometer entfernt, in einem Hotel) zu harren, um gegebenenfalls flink vor Ort sein zu können, um kleinere und größere Katastrophen zeitnah in den Griff zu kriegen. Ich Blödhammel sagte zu. Zwecks zügiger Fortbewegung wurde mir ein absurd moderner BMW zur Verfügung gestellt, mit dem ich einige interessante Gespräche zum Thema Reiseziel, Musikauswahl und die Temperatur meines Sitzes führen konnte. Und das bei 210 KmH, während ich lästige Motorrentner, die es wagten bei jämmerlichen 180 KmH die linke Spur der A2 mit ihrer Anwesenheit zu besudeln, fröhlich in in ihre Schranken lichthupte und linksblinkte. Es ist schon faszinierend, wie man innerhalb weniger Tage zu einem kompletten BMW-Fahrer mutieren kann. Natürlich schäme ich mich nun dessen. Hatte, das muss ich zugeben, aber auch einen Heidenspaß daran, mich wie ein motorisiertes Arschloch zu gerieren.

(Abbildung ähnlich)

Achthundertfünfundsechzig Wörter später komme ich nun zur Titelgeschichte. Ich hatte bis Mitternacht einige Kataströphchen auf „meinem“ Stand zu beheben, was sich als schwierig herausstellte, und meine Nerven lagen blank! Nebenan war der Stand von Mittelstands-Klaus, der natürlich anders hiess. Da ich jedoch vermutlich gleich beleidigend werden könnte, weise ich nur darauf hin, dass eine gewisse phonetische Verwandtschaft zum Originalnamen besteht.
Mittelstands-Klaus feierte jeden verdammten Abend, pünktlich ab 18:00 Uhr, eine Standparty. Da ich mich im offen Teil meines Standes im ersten Stock befand, musste ich leider Augen- und Ohrenzeuge der dortigen Geschehnisse werden.

Die böse Zunge des Dietmar Wischmeyer behauptete einmal in einem Text, den ich gerade nicht finde, dass die Messe in Hannover eigentlich nur existiert, damit dort wenigstens Abends betrunkene Abteilungsleiter durch die Öden Straßen wanken und preiswerte Prostituierte suchen. Wie diese Abteilungsleiter betrunken werden, wie sie versuchen zu vermeiden, ihr sauer Verdientes für Prostituierte zu vergeuden und zu welcher Musik sie dabei „abgehen“, das erfahrt ihr im zweiten Teil dieses Textes. Ich habe nämlich gerade Besseres (rumliegen, fernsehen, telefonieren, Bier besorgen) zu tun. Verspreche aber, die Fortsetzung recht zeitnah zu liefern.

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Ein Bonmot zur Causa Frei.Wild

Zur Diskussion (da gibt’s nichts zu diskutieren!) um den Umstrittenen Auftritt der national tönenden Kapelle Frei.Wild beim With Full Force-Festival und dem elenden Gesabber darüber, ob die nun nationalsozialistisch, nationalistisch, oder patriotisch seien, ein knackiges Bonmot meines alten Kumpels Smooth Jimmy Apollo, welches er jüngst in „das große blaue Buch“ hustete:

Der Unterschied zwischen einem Patrioten und einem Nationalisten ist sehr fein, ungefähr so wie der Unterschied zwischen einem Arsch- und einem Sackgesicht. 

Dank an Jimmy, Gruß an die Familie!
Meine Meinung zu Frei.Wild: Fascho-Pfeifen!

Note to self: Ziegenhaltung gestrichen!

Als hätte ich jemals darüber nachgedacht, Ziegen zu halten… in einem neuköllner Hinterhof. Muhahahaha! Nee, nee… die Ziegen laufen hier zur Genüge auf der Straße rum, trinken Soja-Latte und laden ihre Brut in der steinerschen Nazi-Höhle Waldorf-Kita ab. Und das klingt dann ungefähr so:

Meine Favs findet ihr bei 1:22 und am Schluss.
(via Doktor Chris, Ziegen direkt)

CPU – Copy Paste Union

Ok, einen noch…

(via Maxe)

I find you to be very attractive

(please be environmentally responsible)

(aus der Hirngulasch-Suppe gefischt)

Schöne, anständige Menschen

Grundgütiger! Mir ist schlecht. So was von schlecht! Da bläst sie, die akademische Elite dieses Alpenstaates. Bläst in ihr ureigenstes Horn, geschnitzt aus Blödheit, Borniertheit, Arroganz… ach, allem was mir zutiefst zuwider ist:

Die halten sich allen ernstes für was besseres. Marschieren da auf in ihren Uniformen, mit ihren Orden und ihren Pöstchen auf ihrem Akademikerball in Wien und… nee… ich ertrage dieses Pack einfach nicht! Ich geh‘ kotzen. Schönen Tag noch.

(via Kotzendes Einhorn, Herrenrasse direkt)

Wie man Pulver-Nasen auf die Palme bringt

…oder, vielleicht solltet ihr doch besser auf dem Klo koksen und gut überlegen, wen ihr mitnehmt.

(via KFMW)

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