Posts Tagged ‘ Drogen ’

70 Jahre LSD


Gleich mal vorweg: so nicht, liebe kleinefeine Leserschaft!
LSD ist ein mächtiges Halluzinogen und wurde, heute vor 70 Jahren, vom schweizer Chemiker Albert Hofman entdeckt. Wer es ausprobieren möchte, möge sich unbedingt ausgiebig darauf vorbereiten. Wer nur ein kleines Quentchen Unsicherheit verspürt, möge die Finger davon lassen!!!

Hier eine interessante Doku:

(Direktlink)

I used to do drugs…

(via this isn’t happiness)

Kermit singt ‚Hurt‘ und drückt Heroin

Wer hätte das gedacht? Trotz des großen Comebacks der Muppets, hängt Kermit an der Nadel.

(auf YouTube gefunden)

Drogenkonsum? OK, aber…

Ich bin vermutlich der letzte Mensch, der irgend etwas gegen Drogenkonsum zu sagen hätte. Ich nehme selber Drogen. Manchmal gar nicht. Manchmal in für mich vernünftigem Maße und manchmal auch einfach zu oft. Drogen sind aber eigentlich für einen charakterlich und gesundheitlich fitten Menschen ein ganz feine Sache. Sie helfen zu entspannen, sie öffnen Türen, sie lenken ab, sie inspirieren, sie machen hemmungslos, sie machen geil, sie machen Spaß.

Wenn ich aber diesen Typen sehe, den ich nun seit über zwei Jahren kenne, der mein Freund hätte werden können… Es ist einfach nur noch furchtbar! Von Donnerstag bis Montag ist er durchgehend auf jeglichem Zeug, dessen er habhaft werden kann, durchgehend betrunken. Dann sitzt er da, in seinen kaputten Jeans, die er seit zwei Wochen nicht mehr gewechselt hat, verbirgt seine halb geschlossenen, roten Augen hinter einer 3-Euro-Sonnenbrille, mäkelt ohne Unterlass an den Leben seiner Mitmenschen herum, mischt sich ungefragt in die Gespräche anderer, brabbelt selbstherrlichen Dreck mit erstaunlicher Konsequenz am Thema vorbei und nervt einfach, geht quasi jedem in seiner Nähe auf den Saque und merkt es nicht einmal. Da helfen auch keine dezenten bis überdeutlichen Hinweise.

Pule ich mein Telefon aus der Tasche um eben meine Mails zu checken oder eine SMS zu beantworten, bin ich umgehend einem Schwall verbaler Scheisse ausgesetzt. Praktisch jedes Mal, wenn er mit bekommt, dass ich anders handele, als es in seinem wirr-kruden Weltbild vorgesehen ist, bekomme ich eine grottendumme, gelallte Ansprache zu hören, die an Unerträglichkeit kaum zu überbieten ist. Ein freundlicher Hinweis meinerseits, dass es sich um meine Art zu leben handelt, die ich mir für mich (und nur für mich!) zurecht feile, wird mit einem noch größeren Haufen wirren Unsinns beantwortet. Oft bleibt nur die Flucht. Die Flucht an einen Nachbartisch ist dabei in der Regel nicht ausreichend. Da wird hemmungslos die Lautstärke um ein paar Dezibel erhöht und der geistige Müll wird, noch mehr Mitmenschen nervend, durch den ganzen Laden krakeelt.

Die Bar in der er regelmäßig auftaucht, besuche ich zum Glück nur selten, Aber ich besuche sie! Und ich habe nicht die geringste Lust, darauf zu verzichten. Dort sind nette, tolerante Menschen, die ich gerne mal zufällig treffe. Taucht dieser Mensch dort auf, wird es schlimm dort. Die erste Stunde mag noch gehen. Ist er jedoch zwei- drei Mal auf dem Klo verschwunden und hat die entsprechende Menge Gin im Schädel wird es nur noch ekelhaft. Da sitzt er dann draussen vor der Bar, brüllt, keine zwei Meter von einer Familie mit heranwachsenden Kindern, dass sein Koks-Dealer ein beschissenes Nazi-Arschloch sei, weil er es wagt, zur gewünschten Konsumzeit nicht in seiner Wohnung zu sein. Dass er das Koks jetzt dringend braucht, weil das LSD scheisse, und das Speed alle ist. Man muss mit ansehen, wie er seine Familie ruiniert, lautstark auf Abmahnungen seines Arbeitgebers pfeifft, seine Mitmenschen als Loser oder Penner beschimpft und sich dabei seinen Gin über die stinkende Jeans kippt…

Jetzt mag die kleinefeine Leserschaft fragen: „Irmbach-Lichterkett! Wieso versuchst du nicht dem Kerl zu helfen? Wieso redest du nicht mal Klartext mit ihm?“ Die Antwort ist so einfach wie brutal: ich habe keinen Bock! Ich könnte meine Brandrede ebenso gut in die nächste Parkuhr sprechen und mich dort der Illusion eines aufmerksamen Zuhörers hingeben. Ich habe keinen Bock mich als Penner und Loser beschimpfen zu lassen, nur weil mein Lebensstil nicht in sein krudes Weltbild passt. Ich habe keinen Bock, Kraft aufzubringen für einen Menschen der sich auf LSD, Speed, Wasweissich und jeder Menge Gin für allwissend und die einzig gültige Wahrheit hält. Denn genau das wird er tun, bis er in seine verdammte Holzkiste fährt! Und, Scheisse!, dann stehe ich doch da und frage mich, warum ich mich genervt umgedreht habe und weg gegangen bin. Dann kommt er, der alte Schweinehund Schlechtes Gewissen. Dann stehe ich da und muss mich mal wieder scheisse fühlen… Nee, Freunde! Das will ich nicht! Ich drehe mich um und gehe weg, weil ich für diesen Typen nichts gutes mehr sehen kann, weil ich mich nicht, von genug eigenen Problemen geplagt, herunter ziehen lassen will, in einen Sumpf aus wirrer Scheisse, aus dem auch mich letzten Endes nur ein Psychiater ziehen könnte… Ich gehe weg. Ich sehe nicht mehr hin. Ich weiss, dass hinter mir allergrösste Scheisse passiert, ich habe aber nichts mehr damit zu tun!

Auf eine abschliessende Ansprache zum Thema „Vernünftiger Drogenkonsum für Erwachsene“ verzichte ich. Ihr seid alle erwachsen. Ihr solltet gefälligst selber wissen, was ihr euch, euren Freunden und Familien und euren Mitmenschen zumuten dürft!

Schluss jetzt! Das musste mal raus.

PopArt-Pappen, PopArt-Schlappen

Ich bin ja immer wieder begeistert über die Kreativität der Drogendesigner. Und, nein, ich meine nicht das inhaltliche Design, welches die Art des Rausches bestimmt, sondern das… ähm… ich nenne es mal industrielles Design. Wie wenn zum Beispiel in einer Pillen-Küche in die dort erstellten Produkte Herzchen, Supermario, die unvermeidlichen Delphine oder gar Logos von Automarken geprägt werden. Das wiederum bringt mich auf die Frage, hat es jemals Tanztabletten mit Opel-Logo gegeben?
Deutlich breitere Gesatltungsmöglichkeiten bietet da Hippies number one: LSD. Mit der einzigen Droge, die man problemlos auch den Druckerzeugnissen zurechnen kann, darf der beauftragte Pappen-Grafiker quasi anstellen was er will. In diesem Fall verewigte er den US-Präsidenten Obama in warholeskem Bunt.

Allerdings etwas spät, denn Turnschuh-Größe Nike hat bereits 2008 die Sohlen des variantenreichen Sneakers Air Force One ebenfalls,und auch recht warholesk mit dem Präsidentengesicht versehen, verzichtet dafür jedoch auf jegliches Bunt.

(Pappen von Nerdcore) (Schlappen von Popwhore) (Oel & Flammen)

%d Bloggern gefällt das: