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Jess Franco – R.I.P.

Im Alter von 82 Jahren wurde nun der wohl produktivste wie auch krudeste Regisseur schlechthin, Jesus Franco Manera zum großen Produzenten gerufen.
Ich glaube, kein Mensch hat so viele Filme gedreht, wie Jess Franco. Er mixte da fröhlich die Genres (Horror + Pörnchen) und hat dabei exploitiert wie kein zweiter. Er verpasste unserem Lieblingsdracula einen urst schauen Schnuppi und wurde, welch eine Ehre! vom Vatikanals „der gefährlichste Regisseur der Welt“ bezeichnet.

Mein Lieblingsfilm von ihm ist „Vampyros Lesbos“ von 1971, dessen Soundtrack ich noch immer in meiner Plattentasche von DJ-Gig zu DJ-Gig schleppe. Aus diesem Film ist die folgende Szene:

[vimeo http://vimeo.com/42233140]

(via)

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Youtube-Movies jetzt auch auf deutsch

Es sind ja bekanntlich nicht alle Insassen der Republik solche Originalton-Nazis wie ich und einige meiner Freunde, wenn es um die englische Sprache geht. Das sieht man ja auch daran, dass in diesem, unseren Lande, ausser Arte, kein Sender sich genötigt sieht, die ca. hundert Jahre alte Zweikanaltontechnik zu benutzen. Arte finde ich zwar sehr nett, aber Französisch habe ich mit voller Absicht vergessen. Der Franzose soll mal endlich von seinem hohen, kolonialzeitbedingten Gaul absteigen und aufhören seinen albernen Singsang als Weltsprache zu betrachten. Echtmaey!

Ich schweife ab. Für alle jenen, die sich nun nicht zur wachsenden Gemeinde der Orginalton-Nazis zählen, gibt es nun bei Youtube-Movies eine kleine Auswahl in deutscher Sprache.

Besonders begeistert mich, dass einer meiner absoluten Lieblings SciFi-Filme dabei ist! Ein Film mit einer furchtbar gelangweilten Raumschiffbesatzung, einem eigensinnigen Schiffscomputer, einer philosophischen Bombe und einem Exoten, der für mich, nach wie vor, einen Meilenstein der Tricktechnologie darstellt.

Ladies and Gentlemen: Dark Star!

Spandau ist auch kein schöner Anblick

Aufklärung vorweg: Die Überschrift ist verwirrend und das hier  ist eigentlich gar kein Beitrag den ich für dieses, mein Blog geschrieben habe, sondern ein Kommentar zu einem von Maxens Blogposts. Da ich gestern einen scheiss Tag hatte, salbte ich meine Wunden mit einer Flasche Cabernet und einer halben Tüte. Ich wühlte mich durch die Feeds und stiess eben auf Maxens Zeug. Der wies darauf hin, dass man auf Youtube derzeit Fahrenheit 451 komplett goutieren kann.

Fahrenheit 451 ist ein britischer dystopischer Science-Fiction-Film des Regisseurs François Truffaut aus dem Jahr 1966. Er entstand nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury. Der Titel bezieht sich auf die Temperatur, bei der Papier Feuer fängt, etwa 233° C (wiki)

Ich wollte mich in den Kommentaren schnell mal für den Tipp bedanken und schweifte ein wenig aus:

Als ich kürzlich im “ICE Heinrich Himmler” (oder wie auch immer der hiess…) von Amsterdam nach Berlin, darin las, tauchte in Hannover (!) ein Herr, Anfang / Mitte dreissig, im Wagen 9 auf. Der Wagen, in dem ich ein paar Stunden der Dinge harren musste. Ich las in “Fahrenheit 451″ als der Mensch neben mir im Gang stehen blieb. Ich hatte das Buch kurz in den Schoß gelegt und blickte dusselig in die niedersächsische Country-Ödnis (Fensterplatz, Motherfuckers!!!). Da beugte dieser Mensch, der riechbar die Aura des aktiven jungen Christen verspritzte, was ich zu ignorieren versuchte, distanziert zu mir herab und fragte salbungsvoll (yep, er konnte salbungsvoll fragen!): “Ah! Sie lesen Ray Bradbury. Darf ich mich zu ihnen setzen?”

Da ging mir der Stift! Sollte ich mich jetzt die nächsten zwei Stunden mit dieser Kreationisten-Pfeife über Ray Bradbury und sein Werk unterhalten müssen??? Ich steckte die Nase so tief ins Buch, wie die Altersweitsichtigkeit es gerade noch zuliess (55cm) und mein rechter Ellbogen bereitete sich auf die gnadenlose Verteidigung der Mittellehne vor. Christ setzte sich. Christ wühlte in seinem Täschchen. Christ zog ein Buch hervor.
An den Titel kann ich mich nur äusserst nebulös erinnern… ich glaube es war etwas wie “Christentum von hinten – Die schönsten Fehlinterpretationen der Aussagen Jesum von damals bis heute”, kann mich da aber auch durchaus irren.

Doch ich hatte Glück. Sekundenbruchteile lang überdachte sogar ich mein Atheistentum. Der Typ las tatsächlich in dem von ihm mitgebrachten Machwerk (ich glaube es hiess “Christ & Hund”) und hielt die Klappe, die Mittellehne meidend. Zur Beruhigung spielte mein interner MP3-Player auf “repeat” den Song “Fuck me, Ray Bradbury!” und ich schlummerte bis Spandau dahin.

(Wobei… Spandau ist auch kein Schöner Anblick)

Sämtliche Oscar-Gewinner

…sind mir so was von egal! Aber, so was von!

Deliver Me To Hell!


Ein interaktiver Zombie-Film. Viel Spaß!


(via, Direktzombies)

In your Face, Mutti

Das kann ich, ehrlich gesagt, kaum glauben. Aber der Film beweist es: 1952 testete man Panzerglas indem man Mutti ein Stück davon in die Hand drückte, welches sie sich vor’s Gesicht halten musste und dann ballerte man fröhlich in Richtung von Mutti’s Gesicht.

(dierekt in Mutti’s Gesicht) (via KFMW) (Oel in die Flammen)

Sex and Drugs and Rock’n’Roll

Wenn diese Überschrift nicht die Leserzahlen nach oben treibt, weiss ich’s auch nicht mehr. Nein. Mir geht es garnicht um schnöden Leserzahlen-Mammon, ich freue mich nur riesig auf das Ian Dury-Biopic mit eben dem Namen „Sex and Drugs and Rock’n’Roll“!
Ich hab jetzt ehrlich gesagt, garkeine Ahnung, ob Ian Dury allen bekannt ist? Der Mann hatte nur zwei große Hits in seinem Musikerleben. Nämlich das titelgebende „Sex and Drugs and Rock’n’Roll“ und „Hit me with your Rythm Stick“. Beide Songs waren auf einem Album.

Dury hatte Kinderlähmung, liess es sich aber nicht nehmen in tiefstem Cockney  über die eigene Behinderung herzuziehen (Spasticus Autisticus). Nun wird Andy Serkis (Gollum) in die Rolle des spinnerten WavePunkWhatevers schlüpfen und macht sich, zumindest optisch, sehr gut darin. Regie führte übrigens Mat Whitecross (The Road to Guantanamo, 9 Songs)

Seht hier den Trailer und freut euch:

(Dury direkt) (Oel in die Flammen) (via 5 Filmfreunde)

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